Social Business: Stauts Quo 2013 in Deutschland
Ich werde immer wieder gefragt, wie es denn um die effektive Umsetzung von Enterprise 2.0 in Unternehmen steht. Bislang verwies ich dabei jeweils auf die Studie "Einsatz und Potenziale von Social Business für ITK-Unternehmen" des deutschen Branchenverbands BITKOM. Dort finden sich aufschlussreiche Zahlen, die sich allerdings nur auf die sowieso affine ITK-Branche beziehen. Jetzt ist allerdings die dritte Ausgabe der Studie "Enterprise 2.0 - Konsequenzen für die Arbeitswelt von morgen: Status Quo 2013" erschienen, die ein branchenübergreifendes Bild zeichnet (Download Kernergebnisse). Verantwortlich für die Studie zeichnet sich der Lehrstuhl Organisation & Personalmanagement der Hochschule RheinMain. Hier die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.
Das Thema Enterprise 2.0 ist nun auch im Management angekommen. Laut der Studie beschäftigen sich 60 Prozent der Unternehmen mit der internen Nutzung von Social Media. Im Jahr 2010 waren es lediglich 37 Prozent. Von diesen 60 Prozent steuern gut 40 Prozent das Thema systematisch. Nur fünf Prozent der befragten Unternehmen befassen sich bewusst nicht mit dem Thema.
Collaboration und interne Kommunikation neu im Zentrum der Bemühungen
Interessant ist auch die Verlagerung des Fokus von Enterprise 2.0 Aktivitäten: früher lag der Schwerpunkt im Wissensmanagement, neu sind die Verbesserung der internen Kommunikation und Zusammenarbeit das Haupziel solcher Initiativen. Dies deckt sich auch mit meiner Beobachtung, dass besonders Wikis (und in einem geringeren Umfang auch Blogs) zu den ersten Tools gehörten, die eine interne Nutzung erfuhren. Neu stehen also Collaboration und ein Social Intranet mit Activity Stream usw. im Zentrum. In der erwähnten BITKOM-Studie werden Wikis denn auch noch als häufigste Art von Social Software im Unternehmen genannt, gefolgt vom Intranet.
Passend zum Wechsel des Fokus liegen bei der Studie der Hochschule RheinMain auch soziale Unternehmensnetzwerke, interaktive Intranets und Kollaborations-Software an der Spitze der genutzten Tools.
Erfolgsfaktor offene Unternehmenskultur
Die erwarteten organisatorischen und kulturellen Konsequenzen sind von der Kernaussage gegenüber 2010 unverändert. Enterprise 2.0 ist und bleibt eben ein kulturelles Thema. Allerdings ist im Vergleich zum Jahr 2010 die Verantwortung für Enterprise 2.0 heute in viel stärkerem Mass geregelt. Besonders die Aufhängung der Verantwortung bei der Geschäftsführung hat um elf Prozent zugelegt und liegt heute an Platz 1 der Rangliste. Das bewerte ich als sehr positiv, ist doch das Vorleben einer offenen Kultur durch die Unternehmensführung mit der wichtigste Erfolgsfaktor einer Transformation hin zu einem Social Business.
Das Wortgefecht mobil lesen: Flipboard und Google Currents
Du kannst ab sofort das Wortgefecht bequem auf Deinem Smartphone oder Tablet unterwegs lesen. Neben den Blogbeiträgen findest Du auch alle Gastbeiträge aus dem Newsletter und alle Whitepapers bei Flipboard und Google Currents.
Kommentare
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
Einen Kommentar verfassen
* = benötigte Eingabe