Erfolgreich mit sozialen Medien 2

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(stock.xchng)

Heute folgt der zweite Teil meiner angekündigten Mini-Serie zum Thema. Nachdem ich gestern kurz beleuchtet habe, was soziale Medien und Social Media Marketing (SMM) ist, tauchen wir heute in medias res. Ich beschreibe kurz die ersten fünf der zehn aufgelisteten möglichen Strategien des SMM: «virale» Medien, Communities, Monitoring, Optimierung von Inhalten und Expertentum.

1. «virale» Medien

«Virale» Medien und virales Marketing haben nichts mit biologischer Kriegsführung zu tun. Vielmehr geht es darum, eigene Inhalte quasi ohne eigenes Zutun über die User zu verbreiten. Leute, die ihren Inhalt nützlich, unterhaltsam oder interessant finden, versenden und/oder empfehlen diesen weiter. Wenn sie dann noch sicherstellen, dass dieser Inhalt irgendwie mit ihrer Seite verlinkt ist, generieren sie eine Menge neuen Traffic. Beachten sie dabei aber die folgenden drei Punkte:

  • Ihre viralen Medien dürfen nicht als plumpe Werbung daherkommen. Die User mögen es nicht, wenn man ihnen allzu offensichtliche Werbung aufdrücken will.
  • Ihr Inhalt sollte eine Niche abdecken. Es ist nahezu unmöglich, alle gleichermassen anzusprechen. Aber ein Video ihres letzten Betriebsausflugs interessiert auch niemanden. Der beste virale Inhalt ist kompakt, lustig, kontrovers, sexy oder einfach nur nützlich.
  • Stellen sie sicher, dass ihr Inhalt einfach zu verbreiten ist. Suchen sie sich die passenden Plattformen; im Zweifelsfall stellen sie ihren Inhalt besser auf populären Seiten (, Flickr und deren deutsche Pendants) online als auf irgendwelchen Geek-Seiten.

2. Communities

Communities sind der Kern der sozialen Medien. Es gibt viele verschiedene Wege, eine eigene Community aufzubauen. Am einfachsten ist es, ein eigenes Blog zu führen, das nicht nur einmal im Monat aktualisiert wird und in dem sie alle Kommentare ernst nehmen und beantworten. Im Idealfall erstellen sie ihr eigenes soziales Netzwerk. Dazu gibt es unzählige kostenlose und -pflichtige Angebote, sowohl hosted wie serverbasiert. Soziale Netzwerke ermöglichen es den Usern, Profile zu erstellen, in Kontakt mit anderen Usern zu treten, Mediendateien online zu stellen und Diskussionen zu führen (Foren).

Zehn einfache Tipps zum Community Building habe ich hier zusammengestellt.

3. Monitoring

Es reicht nicht aus, darauf zu warten, dass die Leute von selbst auf ihre Seite kommen. Die Blogosphäre ist ein riesiger Ort, und wenn sie ein gewisses Mass an Kontrolle behalten wollen, wie sie und ihr Produkt oder Service rezipiert wird, dann müssen sie auf jene eingehen, die sich dazu äussern.

Schreibt jemand positiv über sie, dann bedanken sie sich in den Kommentaren oder per E-Mail. Auf Kritik sollten sie konstruktiv reagieren. Wer auf seine Multiplikatoren und Kritiker eingeht, gewinnt Respekt und im besten Fall ein grosses Publikum.

Monitoring ist einfacher, als sie denken. Benützen sie eine Reihe kostenloser Services, um auf dem Laufenden zu bleiben: Technorati, Google News Alert und viele andere.

4. Optimierung von Inhalten

Sorgen sie dafür, dass ihre Inhalte auf ihrer Seite oder ihrem Blog einfach gefunden und gelesen werden kann. Griffige Titel und kompakte, durch Abschnitte gegliederte Inhalte sind die absoluten Basics. Das Auffinden wird erleichtert, wenn sie sich an gewisse Grundlagen des Suchmaschinenmarketings (SEO) halten. Eine kurze Einführung dazu mit Links habe ich hier gepostet.

Zudem sollten sie es ihren Besuchern ermöglichen, die für sie nützlichen Inhalte weiterzuverbreiten. Bauen sie dazu Buttons der wichtigesten Social Bookmarking Seiten ein (wie zum Beispiel auch auf diesem Blog am Ended jedes Eintrags). Das Einstellen ihrer Inhalte bei Digg-Clones wie YiGG oder WebNews hilf ebenfalls, weitere Besucher anzuziehen.

5. Expertentum

Bauen sie sich eine Reputation als Experte in ihrer Nische auf. Werden sie einmal als Experte angesehen, gewinnen sie das Vertrauen ihrer Community-Mitglieder - das beste Marketing, das es gibt. Nehmen sie sich also die Zeit und die Mühen auf sich, sich als Experte zu positionieren. Beschränken sie sich dabei aber nicht nur auf ihre Seite oder ihren Blog. Beteiligen sie sich auch aktiv an anderen Communities und sozialen Netzwerken mit ähnlichen Interessen. Aber bedenken sie: Experten sind keine Spammer.

Soweit also die ersten fünf möglichen Strategien. Morgen folgen die letzten fünf, begleitet von einigen weiterführenden Links zum Thema.

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