Die Journaille bezirzen
Ich habe vor einiger Zeit damit aufgehört, hier regelmässig die Medienkolumne von Zimmermann in der «Weltwoche» zusammenzufassen. Nicht, weil ich sie nicht mehr lese oder gar gut finde - sondern weil es mir auf Dauer zu blöd würde, einfach wiederzukäuen. Über die aktuelle Kolumne habe ich mich aber derart amüsiert, dass ich nicht anders kann. Zimmermann beschreibt fünf einfache Punkte, «wie man Journalisten richtig lenkt»:
- Bewundern Sie die Journalisten. «Wenn er [Nicolas Hayek] den Journalisten den Honig ums Maul schmiert, fühlt sich der kleinste Reporter als Nobelpreisträger.»
- Werden Sie Informant. «Stecken Sie darum den Journalisten regelmässig kleine und grosse Indiskretionen zu.»
- Zeigen Sie Emotionen. «Medienleute haben es gern gefühlig.»
- Zeigen Sie Reue. «Nichts lieben Medien mehr als reumütige Sünder, die aus Medienkampagnen lernen.»
- Werden Sie ein Underdog. «Die Sympathie der Medien gehört immer den Kleinen, die gegen die Grossen sind.»
Also, vergessen wir all die teuren Medientrainings. Mit den fünf Tipps wird sogar Marcel Ospel von der UBS zum Liebling der Journaille:
«Ospel müsste zum Beispiel nur eine tief betroffene Brandrede gegen US-Präsident George Bush und dessen Irak-Politik halten. Ideal wäre, wenn eram Ende einer solchen Tirade wörtlich sagte: «Ich schäme mich für George Bush! Ich schäme mich für die USA!» Von Stund an würden ihn die Medien vergöttern.»
+++ NACHTRAG vom 13.10.07
Reto vom Internet Briefing hat im Blog meinen Beitrag aufgegriffen um einige Punkte ergänzt. Lesenswert!
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