4 Kernfragen zum Community Management

Community

Aus aktuellem Anlass* beschäftige ich mich gerade mit Community Management. Ein Thema, welches ich hier nur ganz selten explizit behandelt habe (cf. die weiterführenden Links am Ende des Beitrags), das aber implizit immer wieder mit be- und verhandelt wurde. Spätestens seit Social Media im Mainstream und damit auch im Unternehmensalltag angekommen sind, belegen viele Studien, dass gerade auch KMU in diesem Bereich aktiv werden. Was aber selten thematisiert wird, ist, wie kleine Unternehmen oder Organisationen dieses Engagement stemmen wollen. Die Option, das Ganze an eine Agentur auszulagern, können sich viele nicht leisten. Selber machen ist also angesagt. Nachfolgend nun vier Kernfragen, die sich meiner Meinung nach stellen, wenn man das Community Management inhouse erledigen will.

(1) Ist das Können vorhanden?

Die technischen Aspekte und Grundlagen kann man sich aneignen (z.B. an der SOMEX Social Media Academy, in deren Rahmen ich bekanntlich auch ein Ausbildungsmodul betreue), aber die nötigen Kommunikations-Skills und die Kreativität nicht. Manche können gut prgrammieren, andere gut kommunizieren - Social Media sind, in Anlehnung an das Cluetrain Manifest, nichts anderes als Gespräche online. Wenn zuhören und schreiben nicht zu den internen Stärken einer Unternehmung gehören, muss man sich diese Fähigkeiten an Bord holen. Ohne geht es nicht.

(2) Ist die Zeit vorhanden?

Ist eine Werbung einmal geschaltet oder das Mailing raus, dann ist diese Form der (Einweg-)Kommunikation erledigt. Social Media sind anders, man muss ständig Unterhaltungen aufspüren, aggregieren, triagieren und sich vor allem aktiv daran beteiligen. Ist dazu genügend Zeit da? Man sollte gerade den Faktor Zeit nicht vernachlässigen.

(3) Ist der Wille vorhanden?

Auch wenn Social Media heute Mainstream sind, sie sind nicht jedermanns Sache. Kurz, sind die personellen Ressourcen vorhanden? Ist jemand im Unternehmen, der wirklich mit ganzem Herzen dabei ist?

(4) Sind genügend Mittel vorhanden?

Der immense Vorteil von Social Media sind die gegen Null tendierenden Markteintrittskosten. Eine Facebook-Page, einen Twitter-Account, ja sogar einen Blog oder diverse Enterprise 2.0 Tools kann man kostenlos einrichten. Aber danach geht es ans Eingemachte: Es müssen Inhalte produziert werden, Unterhaltungen geführt, Kunden gepflegt werden. All das kostet Geld.

Ist ein Unternehmen der Meinung, dass Social Media ein geeignetes und mächtiges Matketinginstrument sind, dann sollte es unbedingt den Schritt wagen und sich eine Präsenz aufbauen. Aber dazu braucht es (1) Skills, (2) Zeit, (3) Energie und schliesslich auch (4) Geld. Wenn man diese Ressourcen nicht aufbringen kann, sollte man es besser lassen - oder doch eine Agentur damit beauftragen.

pokeRT Logo*Am kommenden Dienstag, 21. Juni 2011 findet die nächste pokeRT statt, Zürichs Social Media-Party, die jedes Mal gegen 500 Leute ins Plaza (Badenerstr. 109, 8004 Zürich) lockt. Vor der Party wird es auch dieses Mal wieder einen Talk geben, eine Podiumsdiskussion mit Experten. Das Thema lautet "Erfolgreiches Community Management – wie geht das?" und ich bin einer der geladenen Experten. Wer gerne kommen möchte, kann sich hier ein kostenloses Ticket besorgen.

Weiterführende Links

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Von

 

Kommentare

Peter Buss

Besser lassen oder doch eine Agentur beauftragen, wenn man kein Geld hat? Agenturen arbeiten ja auch nicht umsonst...

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