Social Media im Katastrophenfall
Social Media im Katastrophenfall: bigger, better, louder. (wired)
Forscher der University of Colorado haben herausgefunden, dass im Katastrophenfall Social Media-Seiten eine effektivere Informationsquelle darstellen als traditionelle Medien oder gar offizielle Stellen. Die Studie, die am 03. Mai in der aktuellen Ausgabe des «New Scientist» veröffentlicht wird, hält fest, dass Blogs, kollaborative Kartenmashups oder Instant Messengers besser als andere Quellen Warnungen und Hilfestellungen verbreiten. Ebenso erfährt man dort eindrücklicher, wie einzelne Menschen betroffen sind. Für die Studie untersuchte ein Team die Waldbrände in Kalifornien letzten Oktober und den Virginia Tech-Amoklauf im April letzten Jahres.
Konkret untersuchten die Informatiker der Universität, wie während dem Amoklauf betroffene Studenten das Social Network Facebook und die Wikipedia nutzten. Im Zusammenhang mit den Waldbränden wurde untersucht, wie Twitter und andere soziale Medien genutzt wurden. Der in seiner gestrigen Ausgabe:
«During the Virginia shootings, they found the emergency services were slow to update their reports on the latest situation and the names of those killed. Within just 90 minutes of the first deaths, however, a web page accurately describing the events appeared on Wikipedia.»
Zeitkritische Informationen
Weiter fand die Studie heraus, dass Internetnutzer während den Waldbränden in Kalifornien ihre Freunde, Bekannten und Nachbarn über verschiedene Social Media-Kanäle darüber informierten, wo sie sich befanden und wo die Feuer gerade wüteten. Mit einer Verzögerung von wenigen Minuten wurden zudem Kartenmashups aktualisiert, mit deren Hilfe sich jeder ein aktuelles Bild der betroffenen Gebiete machen konnte. Da können die traditionellen Medien nicht mithalten:
«The mass media were unreliable [...] as they struggled to access remote areas from which website users with an internet connection could easily report. Media sites also focused on the 'sensational', such as fires close to celebrities' homes, which distorted the overall picture.»
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