Social Business: Status Quo in der IT-Branche

Community

Letzte Woche hatte ich anhand der Studie "Enterprise 2.0 - Konsequenzen für die Arbeitswelt von morgen: Status Quo 2013" die Verbreitung von Enterprise 2.0 in deutschen Unternehmen beleuchtet. Dabei hatte ich erwähnt, dass ich für solche Fakten bisland auf die von der BITKOM herausgegebenen Studie "Einsatz und Potenziale von Social Business für ITK-Unternehmen" (PDF) zurückgegriffen hatte, die jedoch nur die ITK-Branche beleuchtet. Befragt wurden 161 Unternehmen aus der Branche. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich über diese Studie noch gar nichts geschrieben habe. Dies will ich hier zum Wochenende kurz nachholen.

Zunächst einmal hält die Studie fest, dass auch bei ITK-Unternehmen der Einsatz von Social Media einen Kulturwandel in Richtung einer offeneren Kommunikation auslöst. Sie kommt zum Ergebniss, dass 59 Prozent der befragten Unternehmen Social Media sowohl für die interne als auch für die externe Kommunikation einsetzen. Der Präsident des BITKOM, Prof. Dieter Kempf, kommentierte dies treffend wie folgt: "Der Einsatz von Social Media fördert eine offene Kommunikationskultur. Das Teilen von Informationen wird selbstverständlich, Herrschaftswissen wird aufgelöst."

Einsatzfelder

Der Einsatz von Social Media hat demnach positive Auswirkungen auf die interne Kommunikation. 73 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sich der Austausch von Wissen innerhalb der Organisation verbessert hat. 72 Prozent fördern mit Social Media generell die Kommunikation unter den Mitarbeitern. 54 Prozent haben neue Formen der Zusammenarbeit (Collaboration) eingeführt und 50 Prozent verzeichnen eine bessere Kommunikation innerhalb von Projektteams. Immerhin noch 37 Prozent der Unternehmen geben an, dass sich mit der Nutzung sozialer Medien Mitarbeiter stärker an Entscheidungen des Managements beteiligten.

Eingesetzte Social Software

Anders als bei der Studie der Hochschule RheinMain, die branchenübergreifend Unternehmen befragte, steht also bei ITK-Unternehmen das Wissensmanagement nach wie vor im Zentrum der Enterprise 2.0 Aktivitäten und nicht die Collaboration. Dies zeigt sich auch in der Art der verwendeten Social Software: Drei Viertel der Unternehmen nutzen Wikis für den Austausch von Wissen und Information. 69 Prozent verfügen über ein (mehr oder weniger soziales) Intranet. Die Hälfte der befragten IT-Unternehmen betreibt einen internen Blog und ebenfalls 50 Prozent verfügt über einen Instant Messenger für kurze Konversationen (Chat). Bereits 36 Prozent der ITK-Unternehmen nutzen ein internes soziales Netzwerk.

Arten der eingesetzten Social Software bei ITK-Unternehmen

Immerhin 30 Prozent der Unternehmen nutzen eine Social Software Suite, die unterschiedliche Social-Media-Kanäle auf einer Oberfläche zusammenführt. Organisationen erleichtert das, ihre internen und externen Online-Beziehungen zu pflegen. Social CRM im erweiterten Sinn ist also auch auf dem Vormarsch.

Zuversichtliche Branche

71 Prozent der Studienteilnehmer sind zudem davon überzeugt, dass die Nachfrage nach Social Business Lösungen steigen wird. 12 Prozent sind sogar der Ansicht, dass sich Social Software zu einem wesentlichen Treiber für die IT-Branche entwickeln werde. Für die IT-Branche eröffnet sich damit ein neues Geschäftsfeld, da nahezu alle Unternehmen früher oder später auf den Trend aufsteigen werden.

Den Abschluss der Studie bilden einige sehr interessante Best-Practice-Beispiele zu Social Business in ITK-Unternehmen, z.B. auch das bekannte Zero-E-Mail-Projekt von Atos Origin.

Das Wortgefecht mobil lesen: Flipboard und Google Currents

Du kannst ab sofort das Wortgefecht bequem auf Deinem Smartphone oder Tablet unterwegs lesen. Neben den Blogbeiträgen findest Du auch alle Gastbeiträge aus dem Newsletter und alle Whitepapers bei Flipboard und Google Currents.

Wortgefecht mit Flipboard abonnieren ›

Von

 

Kommentare

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.

Einen Kommentar verfassen

* = benötigte Eingabe