Community Building: 10 einfache Tipps

(stock.xchng)
Nebenher beschäftige ich mich mit dem Aufbau eines sehr begrenzten Special Interest-Portals. Das Budget dafür ist sehr beschränkt; ausser den Kosten für das Hosting und die Domain steht nicht viel zur Verfügung. Die Technik ist dank Open Source heute kein Problem mehr. Nur eine Frage beschäftigt mich: Was muss ich tun, um interessierte User nicht nur zu gewinnen und zu halten, sondern sie auch dazu zu animieren, Inhalte zu generieren. Ohne interessante Inhalte bringt die beste Technik nichts.
Ich habe bereits einiges aufgegleist und realisiert, anderes ist noch in Planung. Heute nun bin ich bei den Bloggern von «Passionate» auf einen Beitrag gestossen, der nicht nur in eine ähnliche Richtung zielt, sondern dessen Ideen vielfach auch deckungsgleich sind mit meinen Überlegungen. Darum habe ich mich entschlossen, hier eine erste Liste von zehn Massnahmen zu veröffentlichen, die helfen können, eine Community bestehend aus Usern zu schaffen, die mit Herzblut dabei sind.
1. Austausch zwischen den Usern fördern
Den Usern muss es möglich sein, in Kontakt miteinander und mit den Machern zu treten. Das kann geschehen über ein Diskussionsforum, ein Wiki oder einen Blog.
2. User suchen
Auf bestehenden Plattformen mit ähnlichen Themen findet man die Early Adopters, also jene User, die vielleicht in der eigenen Community als erstes aktiv werden könnten. Mit diesen sollte man unbedingt in Kontakt treten und ihnen (kostenneutrale) Incentives bieten, um beim eigenen Projekt aktiv zu werden.
3. User binden
Diese Early Adopters gilt es, zu halten. Am einfachsten lässt sich dies bewerkstelligen, indem man ihnen spezielle «Privilegien» bietet und/oder sie von Anfang an einbindet, z.B. mit einer Mitgliedschaft auf Lebenszeit, mit einem «Gründer»-Status oder sie zu Moderatoren im Forum, zu Mitautoren im Blog macht.
4. Belohnungen und Special Offers
Aktiven Benutzern Zugang zu Premium-Content bieten. Darüber hinaus lohnt es sich, aktive User von Anfang an in die Entwicklung von neuen Features zu integrieren. Belohnungen in Form von Geld können sich unter Umständen auch anbieten. Aber vorsicht: Diese Form der Belohnung kann die Motivation der user völlig verändern.
Community ROI (headrush.typepad.com)
5. Fun-Content muss auch sein
Einige Off Topic-Aktivitäten wie zum Beispiel ein entsprechendes Unterforum werden gerne benützt.
6. Networking online
Den Usern einfache Möglichkeiten zur verfügung stellen, mehr über die anderen Benutzer zu erfahren. User-Profile, die mehr als nur den Benutzernamen verraten, sind der einfachste Weg dazu.
7. ... und offline
Den Usern den Weg ebnen, auch offline miteinander in Kontakt zu treten. User-Treffen, Stammtische oder ähnliches sind ein einfaches Mittel dazu. Aktive User greifen diese Idee gerne auf und man muss oftmals nicht viel mehr dafür tun, als sie dazu (in einem dafür eingerichteten Forum) zu ermuntern - und natürlich selber daran teilnehmen.
8. «Innerer Zirkel»
Den Foren-Moderatoren und Top-Usern ein eigenes Forum bieten, in dem sie sich untereinander und mit den Machern austauschen können.
9. Merchandising und «Ego-Pflege»
Steht eine Community am Anfang, kann man den «Gründer»-Usern nicht käufliche, limitierte T-Shirts oder ähnliches kostenlos abgeben. Später kann das Merchandising dann auch in regelmässigen Abständen zum Beispiel an den User mit den besten Beiträgen, höchsten Bewertungen usw. abgeben. Monatliche Prämien wie zum Beispiel ein Buch und anderes eignen sich dazu ebenfalls.
Ebenfalls eine Überlegung wert kann ein regelmässiger Newsletter sein, den z.B. alle Top-User zugestellt bekommen. Im Idealfall sogar auf Papier. Kostenneutraler geht es mit einem PDF-Magazin. Je professioneller, desto besser. Die Inhalte liefern die user mit ihren Beiträgen. Jedem schmeichelt es, wenn er seinen Namen auch gedruckt sieht.
10. Events
Auch mit geringem Aufwand lassen sich spezielle Events für die Community organisieren. Ich denke da zum Beispiel an ein Ski-Weekend oder einen Filmabend. Auch hier gilt wie beim Netzwerken: Die (Top-)User dazu animieren, selber Initiative zu ergreifen.
Soweit meine Gedanken zum Thema Community Building. Bei meinem kleinen Projekt stecke ich noch irgendwo zwischen Punkt 3 und 5. Gerne nehme ich in den Kommentaren Feedback und weitere Inputs entgegen.
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