Mit Technik gegen den Media Bias
Ein grosser Anteil an der Kritik, die am Online-Journalismus geübt wird, bezieht sich auf die - wie diese Studie hier zum Beispiel belegt - wenig ausgewogene Berichterstattung, den sog. Media Bias. Gerade News-Aggregatoren wie das viel gescholtene Google News könnten aber mit technischen Mitteln für mehr Ausgewogenheit bei der Darstellung von journalistischen Online-Inhalten sorgen. Wie man im modernen Medien-Wirrwarr von verschiedenen Positionen, Parteien oder Interessensgruppen mehr Klarheit schaffen könnte, daran arbeiten Wissenschafter des Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST).
Non-Profit-Journalismus ist mehrheitlich Meinungsjournalismus
In den Anfangszeiten dieses Blogs habe ich viel über den Medienwandel und v.a. über das Web 2.0 in Konkurrenz zum traditionellen Journalismus geschrieben. Eine meiner zentralen Thesen damals - und heute - lautet: Die Medienkonzentration und der mit dieser eingergehende Siegeszug der Forumszeitungen (also ohne klare politische Ausrichtung) sind mitverantwortlich für den Wechsel der Leser ins Netz, weil dort dem Bedürfnis nach Meinungsjournalismus wieder Rechnung getragen wurde und wird. Heute, fast fünf Jahre später, scheint sich das tatsächlich zu bewahrheiten: Wie Pew Research in den USA festgestellt hat, bieten die alternativen News-Quellen im Netz, die häufig von Non-Profits betrieben werden, eine inhaltlich sehr einseitige Berichterstattung. Der Untersuchung zufolge sind 56 Prozent dieser Webseiten eindeutig ideologisch eingefärbt und spiegeln dies auch in ihren Themen und Inhalten wieder.
Umfrage: Weil wir Sprache lieben
Eine Gruppe von Studierenden entwickelt innerhalb eines universitären Kommunikationsprojektes (Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin) txt.hype, ein Magazin für Sprachkultur, und braucht darum unsere Mithilfe:
Der Zeitbedarf für die Umfrage liegt bei ca. 10 bis 15 Minuten und mit der Teilnahme kann man mithelfen, dass aus einer studentischen Idee ein Magazin für neugierige Leserinnen und Leser wird.
(Bürger-)Journalismus in Afrika
Auch in Afrika kämpfen die Medien mit dem Internet. (stock.xchng)
Der Bürgerjournalismus steht aktuell im Zusammenhang mit den Wahlen in den USA wieder einmal im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit. Die hiesigen Mainstream-Medien berichten über Seiten wie die «Huffington Post» und deren Einfluss auf die us-amerikanische Politik. Mit dem Thema (Bürger-)Journalismus ist es, wie mit vielen anderen auch: Es herrscht eine eurozentristische Weltsicht vor, was ausserhalb des westlichen Kulturkreises passiert, ist nicht von Interesse. Und wenn, dann wird vielleicht am Rande erwähnt, dass es zum Beispiel in Südkorea mit den OhmyNews eine vielbesuchte Seite gibt. Selten bis nie erscheint in dieser Hinsicht jedoch Afrika auf dem Radar der Medien.